Bauartklassen bei Immobilien

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Immobilien werden in diverse Bauartklassen eingeordnet, um beispielsweise in Sachen Gebäudeversicherung ein allgemein gültiges Bewertungsschema zu erhalten. Bauherren, die am Plan für ihr neues Eigenheim arbeiten oder Kaufinteressenten, die eine Immobilie käuflich erwerben wollen, müssen sich auch mit dem Thema Bauartklasse auseinandersetzen. Unter der Bauartklasse versteht man die Bewertung der Stabilität, der Sicherheit, die mit der Bauweise einer Immobilie einhergeht. Die Stabilität von Beton oder Ziegelbauweise ist hier natürlich anders zu bewerten, als eine reine Holzbauweise oder dergleichen. Zwar wird die Bauartklasse nicht direkt zur Wertermittlung eines Gebäudes benutzt, spielt aber doch eine Rolle, denn – je stabiler ein Haus oder eine gewerblich zu nutzende Immobilie erbaut wurde, umso wertvoller ist sie in der Regel auch, natürlich abhängig vom Zustand der Bausubstanz. Beitrag zur Gebäudeversicherung abhängig von der Bauartklasse Die Gebäudeversicherung muss abschätzen, welches Risiko beim Versichern einer Immobilie zu tragen hat. Bricht in einem aus Beton und Ziegelmauern errichteten Haus ein Feuer aus, sind hier andere Schäden zu erwarten, als bei einer Immobilie, die – ganz oder zum großen Teil – aus Holz gebaut wurde. Je höher ein Risiko für die Versicherungsgesellschaft ist, umso teurer ist auch der Beitrag, den der Hausbesitzer an die Gesellschaft zu entrichten hat. Beim Immobilienkauf spielen auch die Folgekosten eine Rolle. Wer ein Eigenheim unterhalten muss, sollte sich also auch Gedanken darüber machen, welche Kosten in Sachen Energie, Versicherungen und so weiter auf ihn zukommen. Eine unverhältnismäßig beitragsintensive Versicherungspolice kann die jährlichen Unterhaltskosten ziemlich nach oben treiben. Deshalb ist es sinnvoll, sich vor dem Kauf oder Bau eines Hauses über all diese Punkte zu informieren, um danach einen Kompromiss aus günstigem Kaufpreis und mittleren Kosten oder einer anderen, für den Besitzer tragbaren Situation zu schaffen. Das Niedrigenergiehaus bringt Kostenersparnis, aber eben auch nur günstige Beiträge zur Gebäudeversicherung, wenn die Bauartklasse sehr niedrig, das heißt, zwischen 1 und 2 gelegen ist. Die einzelnen Bauartklassen im Überblick Im Folgenden wird eine Übersicht über die gebräuchlichsten Bauartklassen gegeben. Diese ist nur im Bereich vom Besitz eines Eigenheims oder einer Mietwohnung anzuwenden. - Die Bauartklasse 1 wird vergeben, wenn ein Haus ein festes Dach, also aus Ziegeln und Dachstuhl aufweist. Zudem ist eine Bauweise mit massiven Materialien hier unabdingbar. Hier ist das Risiko für die Versicherer am geringsten. - Die Bauartklasse 2 betrifft Gebäude, in denen ein Teil der Massivbauweise durch eine durch Feuer angreifbare Bauweise ersetzt wurde. Ein Fachwerkhaus, egal, ob Altbau oder neu errichtet, wird in diese Kategorie eingeordnet, wenn Holz mit Stein ausgefacht wurde. - Die Bauartklasse 3 verwendet man für reine Holzhäuser, ob nun aus dem Bereich der Fertighäuser mit ganzen Holzelementen oder aus Balken und Brettern selbst errichtet. Der markante Punkt ist das Dach: Es muss ein festes Dach errichtet werden. - Die Bauartklasse 4 ist die risikoärmere Bauweise mit einem weichen Dach: Ein massiv errichtetes Haus mit einem Dach aus Reet, Stroh oder Schilf ist meistens in dieser BAK zu finden. - Die Bauartklasse 5 betrifft wiederum Holzhäuser, die jedoch in dieser Klasse mit einem weichen Dach eingedeckt wurden. Hier besteht die höchste Gefahr bei einem Brand, sodass die Gebäudeversicherung hier auch am tiefsten in die Tasche des Versicherungsnehmers greifen wird. Gebäudeversicherung, Bauartklasse, Bauartklassen, 1, 2, 3, 4, 5, Holzhäuser, Massivbauweise, Dach, Reet, Stroh, Schilf, Brand, Bauweise, Fachwerkhaus, Immobilien, Immobilie, Niedrigenergiehaus, Versicherungspolice, Eigenheim, Immobilienkauf, Folgekosten, Holzbauweise, Beton, Bausubstanz

 
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