Disagiosplitting
Bei einem Disagio handelt es sich um einen Abschlag auf die Darlehenssumme, dass heißt der Darlehensnehmer erhält nicht den vollen Darlehensbetrag ausgezahlt. Beim Disagiosplitting handelt es sich um eine Berechnungsmethode der Banken für das Disagio. Dabei wird das Disagio aufgeteilt in eine Bearbeitungsgebühr und einen bestimmten ausgewiesenen Teil. Einen Vorteil ergibt sich hierdurch lediglich für das Kreditinstitut selbst. Das Disagio selbst wird nur auf die vereinbarte Zinsbindungsfrist verteilt, die in der Regel 10 Jahre beträgt. Dagegen kann die Bearbeitungsgebühr auf die gesamte Darlehenslaufzeit verteilt werden. Bei der Immobilienfinanzierung sind dies meist 30 Jahre und länger. Wenn das Disagio nun so gesplittet wird, so fällt der Effektivzins bei der Berechnung niedriger aus. Der Darlehensnehmer hat jedoch dieselbe Kostenbelastung. Hier sieht man, dass man bei einem Vergleich der verschiedenen Darlehensangebote nicht nur den Effektivzins vergleichen sollte, sondern, dass auch weitere Faktoren in einem Vergleich berücksichtigt werden müssen.

