Grundbesitzwert

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Der Begriff Grundbesitzwert wird überwiegend im Steuerrecht verwendet. Es handelt sich dabei um einen bestimmten Steuerwert, der als Bemessungsgrundlage verschiedener Steuerarten, wie beispielweise Schenkungs- und Erbschaftsteuer oder Grunderwerbsteuern, dient. Wie der Grundbesitzwert zu ermitteln ist geht aus den Paragraphen 145 bis 150 des Bewertungsgesetzes, abgekürzt auch BewG, hervor. Bei unbebauten Grundstücken wird der Bodenwert seitens eines Gutachters ermittelt und dem jeweils zuständigen Finanzamt übermittelt. Der Grundbesitzwert liegt bei 80 Prozent dieses ermittelten Bodenrichtwertes. Bei bebauten Grundstücken bezieht sich der Grundbesitzwert auf die jährliche Nettomieteinnahmen. Die Ermittlung des Grundbesitzwertes erfolgt in dem die Jahresnettomiete (Durchschnitt der letzten drei Jahre) mit 12,5 multipliziert wird. Bei Gebäude, die selbst genutzt werden, ist hierbei die ortsübliche Miete anzusetzen. Auf Grund des Alters kann der Wertbesitzwert für jedes Jahr um 0,5 Prozent gesenkt werden, allerdings bis maximal 25 Prozent. Ein Zuschlag von 20 Prozent ist sowohl bei Ein- als auch bei Zweifamilienhäusern vorzunehmen. Grundsätzlich gilt: wenn der Wert des bebauten Grundstückes niedriger liegt, als der des bebauten Grundstückes so muss der Grundbesitzwert des unbebauten Grundstückes angesetzt werden.

 
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