Kernholz
Das Kernholz ist der besonders wertvolle Teil des Holzes. Man versteht hierunter die innere Zone eines Baumstammes. In der Regel ist dieser Teil des Baumstammes physiologisch nicht mehr aktiv und unterscheidet sich in seiner dunklen Färbung deutlich von dem weiter außen liegenden Splintholz. Das Kernholz entsteht durch die verschiedenen sekundären Stoffwechselvorgänge, bei denen das Parenchym, welches sich im ursprünglichen Splintholz befindet, abstirbt. Das Kernholz enthält in der Regel phenolische Inhaltsstoffe. Diese imprägnieren die Zellwände und erhöhen so die Dauerhaftigkeit des Holzes. Bei dem Kernholz handelt es sich um totes Holz, welches besonders gut für die Weiterverarbeitung geeignet ist und welches sich durch seine Eigenschaften als besonders langlebig und fest erweist. Wie bereits erwähnt kann man das Kernholz bei den meisten Baumarten an seiner dunkleren Färbung erkennen, doch diese findet man nicht bei jeder Baumart. Beim Fichtenholz findet man beispielweise keine Farbunterschiede zwischen Splint- und Kernholz. In diesem Zusammenhang spricht man auch häufig vom Reifholz, anstelle des Kernholzes.

