Lehm
Beim Lehm handelt es sich um ein Gemisch aus Sand, Schluff und Ton, der bereits seit frühester Zeit als Baustoff dient. Lehm entsteht auf natürliche Weise, in dem sich die Bestandteile entweder unsortiert ablagern oder aber durch die Verwitterung von Locker- oder Festgesteinen. Je nach seiner Entstehung kann man daher die verschiedensten Lehmarten unterscheiden, wie beispielweise Löss-, Auen-, Berg- oder Gehängelehm. Als Baumaterial ist Lehm wohl mit das älteste Baumaterial überhaupt, neben Holz. Lehm gehört zu den wichtigsten mineralischen Baustoffen, wie auch Zement und Kalk. Im Bereich des Baus wird Lehm in der Regel ungebrannt verwendet. Seit nun mehr über 9000 Jahren wird die sogenannte Lehmbautechnik verwendet und auch heute noch leben rund ein Drittel der Bevölkerung in Häusern, die in Lehmbauweise errichtet wurden. Im Bereich des ökologischen Bauens wurde der Lehm auch in unseren Regionen wieder entdeckt, da er als besonders gesund und umweltfreundlich gilt. Allerdings kann er hier nur witterungsgeschützt eingesetzt werden, da er nur physikalisch aushärtet.

