Magnesiaestrich
Beim Magnesiaestrich handelt es sich um einen Estrich, der als Bindemittel Kaustische Magnesia enthält. In der Regel kommt noch eine Magnesiumchlorid Lösung hinzu. Früher wurde der Magnesiaestrich auch als Steinholzestrich bezeichnet. Diese Bezeichnung ist darauf zurückzuführen, dass früher überwiegend Holzspäne als Zuschläge genutzt wurden. Heute dagegen kommen anorganische und organische Stoffe, sowie auch Gemische aus beiden als Zuschlag in Betracht. Allerdings auf Grund der immer weiter im Trend liegenden ökologischen Bauweise, werden auch heute wieder vermehrt Steinholzestriche verwendet. Bei dem Magnesiaestrich handelt es sich um einen sehr hoch beanspruchbaren Verbundestrich, der auch im Gewerbe- und Industriebau seine Anwendung findet. Nach Beendigung des Mischvorgangs muss der Magnesiaestrich sofort eingebracht, verteilt, verdichtet und abgezogen werden. Dabei muss die Temperatur mindestens bei zehn Grad liegen. Eine Begehbarkeit des Estrichs ist frühestens nach zwei Tagen möglich und eine höhere Belastung erst nach fünf Tagen. Bodenbeläge können in der Regel erst nach drei Wochen eingebracht werden.

