Nachtstrom
Beim Begriff Nachtstrom handelt es sich um einen Begriff, der umgangssprachlich verwendet wird. Grundsätzlich spricht man jedoch in Fachkreisen vom Niedertarif oder auch Schwachlasttarif. Die verschiedenen Stromversorger bieten in der Regel in ihren Schwachleistzeiten einen niedrigeren Strompreis an als in den Hauptlastzeiten. Dieser niedrigere Stromtarif wird als Niedertarif bezeichnet. Durch diesen vergünstigten Strom versuchen die Stromversorger eine gleichmäßigere Auslastung von ihren Kraftwerken zu erzielen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen dem Nieder- und dem Hochtarif. Ziel ist es möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, dass sie Niederstrom nutzen. Entsprechend würde die Hauptzeit entlastet und in der Schwachlastzeit würden mehr Menschen Strom nutzen – die Auslastung wäre gleichmäßiger. Der Niedertarif wird in der Regel zwischen 22.00 Uhr Abends und 6.00 Uhr angeboten, daher wird auch oft der Begriff Nachtstrom verwendet. Allerdings kann diese Zeitspanne je nach Stromanbieter etwas variieren. Allerdings gibt es für den Verbraucher einen kleinen Nachteil: Grundsätzlich wird ein Zweittarifzähler benötigt, um auch den Unterschied von Schwach- und Hochstrom unterscheiden zu können. Die Folge ist ein höherer Verrechnungspreis.

