Randbewehrung
Bei einer Bewehrung handelt es sich grundsätzlich um die Verstärkung eines Werk- oder Baustoffes – zumindest in Bezug auf das Bauwesen. Zum Beispiel kann in Beton, der zunächst nur gering Widerstandsfähig gegen Zugkräfte ist, Stahl eingelegt werden. Mit dieser Stahleinlage wird erreicht, dass diese zusätzliche Zugkräfte oder Druckkräfte aufnehmen kann. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom sogenannten Stahlbeton. Ein weiteres Beispiel ist die Einbringung von Gewebematten aus Kunststoff bei Putzen. Gerade in kritischen Bereichen wird hierdurch erreicht, dass der Putz später keine Risse bildet. Besonders bei Wärmeverbundsystemen spielt dies eine wichtige Rolle. Eine ähnliche Bewehrung wird auch beim Estrich vorgenommen, damit auch hier keine Risse entstehen können. Dies ist vor allem bei Bodenbelägen wichtig, die sehr rissempfindlich sind, wie beispielweise Fliesen. Von einer Randbewehrung spricht man bei ungestützte, freie Ränder bei breiten Balken oder bei Platten, diese müssen mittels einer konstruktiven Bewehrung eingefasst werden, wie beispielweise Steckbügel mit Längsstäben.

